Konzept für ein Schulverwaltungstool

Aktualisiert: 25. Feb 2020

Ich arbeite in einer Grundschule. Hier sind die Bedürfnisse und Bedingungen etwas anders bzw. andere, als im vorgestellten Leuchtturm Projekt. Auf jeden Fall sehe ich für meine Schulform viele Vorteile der Digitalisierung und möchte im Folgenden näher vorstellen, wie ich an mein Kollegium herantreten würde, um ein Schulverwaltungstool zu implementieren. In meinem Kollegium stellten sich in der Vergangenheit genau die Fragen, die ich gleich ansprechen werde und deren Antworten mithilfe den Möglichkeiten eines Schulverwaltungstool durchaus gegeben werden könnten. Im Rahmen einer Konferenz würde ich zunächst so vorgehen:


"Liebes Kollegium,

wie wäre es, wenn wir zukünftig Fragen wie:

Bin ich ausreichend informiert? Wer hat wann für wen Vertretung? Gibt es etwas Neues auf dem Vertretungsplan? Wo finde ich das Gesamtkonferenzprotokoll/die Konferenzprotokolle? Wer nutzt heute die Küche, den Computerraum, die Sporthalle? Wer hat gerade Mathematikunterricht? mithilfe eines Schulverwaltungstools beantworten können?

Ich möchte euch heute gerne eine Möglichkeit vorstellen, um die Beispielfragen, die euch in der Vergangenheit immer wieder auf der Seele brannten, schnell und einfach zu beantworten. Zum Glück sind wir im digitalen Zeitalter und haben eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, die uns im Alltag sehr unterstützen können. Auch Elternfragen könnten viel schneller beantwortet werden, wenn wir auf unserer Homepage wichtige Informationen zur Verfügung stellen. Ich war auf einer Schulung für ein Schulverwaltungstool, welches ich euch nun genauer vorstellen möchte. Wie ihr wisst, wird euch unsere Medienfachfrau hier gerne weitere Infos zur Verfügung stellen und euch auch intensiv auf die Arbeit mit dem Tool vorbereiten, wenn das gewünscht ist. In der Vergangenheit hat sich dieses Vorgehen sehr bewährt und ich möchte euch auch dieses Mal einladen, die Herausforderung des Neuen anzugehen und ich verspreche euch, dass es viele Vorteile bringt, wenn ihr die Hürden der Anstrengung überwunden habt. Seid gespannt auf das Neue und seid euch sicher, dass ihr seitens der Schulleitung jegliche Unterstützung bekommt, mit dem neuen Programm umzugehen. In unserem internen Bereich der Homepage, werden ebenso alle relevanten Informationen zum Tool hochgeladen werden, auch findet ihr dort ein kleines Erklärvideo sowie eine Kurzbeschreibung, zum Ausdrucken für eure Unterlagen."


Grundsätzlich denke ich, dass jeder des Kollegiums etwas zum Gelingen beitragen kann. Es ist eine Haltung nötig, die alle darauf achten lässt, dass beispielsweise sensible Daten geschwärzt oder die Dokumente entsprechend angepasst werden, die auf der Homepage veröffentlich werden sollen. Nur wenn alle am gleichen Ziel arbeiten, die Schule in ihrer Digitalisierung voranzubringen, wird es auch nachhaltig umsetzbar sein. Jedoch ist auch klar, dass man keinen Kollegen zwingen darf, das führt eher zu Ablehnung. Es ist wichtig, dass die Schulleitung mit gutem Vorbild vorangeht, dass sie sich verbündete im Kollegium sucht, die ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen und die auch immer wieder von den Vorzügen berichten und die Neugier wecken. Es ist auch nötig, dass man sich gegenseitig unterstützt, für Fragen offen ist und bereit ist, Neues anzunehmen. In meinem Kollegium ist beispielsweise der Datenschutz ein wichtiges Thema. Dass Lehrer erreichbar sein müssen, ist schon klar, über welches Medium ist jedoch nicht immer geklärt. Wenn sichergestellt ist, dass alle Informationen über den gleichen Kanal erhalten, dann geht auch niemand verloren und alle sind informiert. Jedoch möchten nicht alle Kollegen ihre Email Adresse herausgeben. Hier kann die Untis Email Funktion sehr hilfreich sein. Die Privatemailadressen bleiben verborgen und informiert ist dennoch jeder und man kann auch jeden erreichen. Das ist ein entscheidender Vorteil.

Auch ist die Transparenz von Schulentwicklungsprozessen auch ein heikles Thema. Um sicherzustellen, dass sich jeder jederzeit informieren kann, ist es möglich diese Prozesse über einen internen, passwortgeschützten Bereich der Homepage dokumentiert und archiviert werden. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass jedem jederzeit abrufbar diese Informationen zur Verfügung stehen. Pädagogische Entscheidungen sind hier auch zu archivieren, was den Schulalltag erheblich vereinfacht und die Kommunikation unterstützt.

Spannend für die Grundschule ist sicher auch die Möglichkeit über das LONet Lehr- und Lernmaterialien auszutauschen. Sowohl für den geregelten Alltag kann dies viele Prozesse vereinfachen, man muss sich nicht unbedingt im Lehrerzimmer austauschen, sondern erledigt dies über diese Plattform. Letztlich kann die Plattform und der Materialpool für Vertretungsstunden genutzt werden, was wiederum den Alltag erleichtern kann.

Es wäre wunderbar, wenn es bei uns Smartboards gäbe, hier sind jedoch gerade die Grenzen erkennbar. Es gibt in meiner Schule kein einziges, obwohl wir es gerne nutzen würden und sicher viele Vorteile erkennen könnten. Auch in der Grundschule sind Erklärvideos, kurze Filme und alternative Materialien und auch Produkte, die durch die Schüler entstehen können oder bereits sogar entstanden sind gern genutzte Möglichkeiten, um das pädagogische Handeln abwechslungsreich und interessant zu gestalten.

In meiner Schule sind bisher wenig Möglichkeiten zur Umsetzung gegeben, da die Computer veraltet sind und weder Smartboards vorhanden, noch sonst hilfreiche Hardware existiert. Zukunftsweisend wird sich dies ändern, da wir im Rahmen der Digitalisierung und einem Medienkonzept voraussichtlich neue Hardware zur Verfügung gestellt bekommen. Hier sehe ich die Chance, diese von Anfang an sinnvoll einzusetzen, Lehrkräfte zu schulen und gemeinsam zu lernen, um uns auf den Weg zu machen, mithilfe dieser Geräte den Schulalltag zu modernisieren und zu vereinfachen.



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