Wer gibt den Kindern eine Stimme?

Wann werden die Kinder gefragt, wann wird nicht mehr nur über sie gesprochen?


Es nervt mich so unsagbar, dass so viele wissen, was die Kinder wollen, aber niemand fragt sie wirklich, niemand kümmert sich darum ein Meinungsbild einzuholen, ein flächendeckendes, breites Stimmungsbild. Was wünschen sich die Kinder in dieser Pandemie? Wie geht es ihnen, was hilft ihnen, was wollen sie gar nicht?

In meinem Umfeld frage ich seit Monaten viele Kinder unterschiedlicher Altersklassen und bekomme Antworten wie:


"Du bist die erste, die mich fragt, was ich mir eigentlich wünsche, was ich eigentlich will."

"Lehrer fragen doch gar nicht danach, was wir uns wünschen, wir sollen doch nur funktionieren, sollen zuhören und brav mitmachen, was wir vorgesetzt bekommen."

"Mir geht es gut, wenn ich von meinen Lehrern gute Aufgaben bekomme und sie mir zuhören würden, aber leider tun sie das nicht." "Ich bin ganz froh, wenn ich nicht in die Schule muss. Es findet zuhause kein Mobbing statt, in der Schule schon, das finde ich richtig blöd. Was in der Schule passiert interessiert meine Lehrer nicht." "Lernen kann ich zuhause total gut. Meine Freunde kann ich zwar nicht real sehen, aber das sind nur drei oder vier meiner Klasse. Mit den meisten meiner Klasse habe ich nichts zu tun, daher vermisse ich sie auch nicht." "Darf ich sagen, was ich mir wünsche? Wirklich? Das interessiert Lehrer doch gar nicht."