Sinnesorgane - Die Zunge 1 - Wie funktioniert der Geschmackssinn?

Aktualisiert: 28. Apr 2020

"Klar, Sehen und Hören sind wichtige Sinne. Aber ganz ehrlich, ohne den Geschmack würde uns ganz schön was fehlen! Warum können wir überhaupt schmecken? Und was genau geht da vor? Hier erfährst du mehr.

Wie schmeckt man? Im Vergleich zu unseren anderen Sinnen ist der Geschmackssinn eher simpel. Früher war das Schmecken aber noch überlebensnotwendig. Nur so konnte man unterscheiden, ob die Nahrung essbar oder doch giftig war. Was wir als Schmecken bezeichnen ist in Wirklichkeit eine Reihe von chemischen Prozessen. Durch das Kauen und den Speichel lösen sich chemische Stoffe aus der Nahrung. Diese werden dann vom Mund aufgenommen. Die wichtigste Rolle hierbei spielt die Zunge. Oben auf der Zunge gibt es ganz viele kleine warzenähnliche Erhebungen. Sie heißen Geschmackspapillen. Manche von ihnen sind so groß, dass man sie mit dem Auge erkennen kann. Durch diese Erhebungen bekommt die Zunge eine viel größere Oberfläche – und kann so noch mehr Geschmacksstoffe aufnehmen und analysieren. Die Geschmacksknospen In den Erhebungen gibt es viele kleine Kapseln. Sie werden wegen ihrer Form, die an eine Blütenknospe erinnert, Geschmacksknospen genannt. Jeder Mensch besitzt tausende davon im Mund, die Allermeisten sind auf der Zunge. In der Mitte der Knospen gibt es eine Art Trichter, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Durch ihn werden die chemischen Stoffe ins Innere hineingespült. Dort kommen sie mit vielen kleinen Fühlern, den Geschmacksstiftchen, in Kontakt, die in den Trichter ragen. Sie nehmen die Stoffe auf und leiten sie zu den Sinneszellen in der Knospe weiter. Die Sinneszellen sammeln alle Informationen über den Geschmack. Die Ergebnisse werden dann über extra Nervenfasern und Hirnnerven direkt zum Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie ausgewertet und mit den Informationen vom Geruchssinn zusammengebracht. Denn nur zusammen mit dem Geruch können wir wirklich schmecken. Diese kann man feststellen, wenn der Geruchssinn einmal fehlt: Wenn du erkältet bist und deine Nase zu ist, kannst du deswegen kaum etwas schmecken. Die Sinneszellen sammeln alle Informationen über den Geschmack. Die Ergebnisse werden dann über extra Nervenfasern und Hirnnerven direkt zum Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie ausgewertet und mit den Informationen vom Geruchssinn zusammengebracht. Denn nur zusammen mit dem Geruch können wir wirklich schmecken. Diese kann man feststellen, wenn der Geruchssinn einmal fehlt: Wenn du erkältet bist und deine Nase zu ist, kannst du deswegen kaum etwas schmecken.

Schon gewusst? Wir haben fünf Geschmacksrichtungen! Der Mensch kann natürlich tausende verschiedene Geschmäcke ausmachen. Allerdings hat die Wissenschaft herausgefunden, dass die Sinneszellen extra Sensoren für fünf generelle Geschmacksrichtungen haben. Wir können Süßes und Salziges erkennen. Diese beiden Geschmäcke werden vom Menschen als positiv wahrgenommen, denn sie liefern dem Körper lebenswichtiges Salz und viel Energie durch den Zucker. Saures und Bitteres wird meistens negativ wahrgenommen, denn früher waren sie Anzeichen für verdorbenes oder giftiges Essen. Eine neuere Entdeckung ist Umami. Es beschreibt einen herzhaft-würzig Geschmack, wie bei Fleisch oder Käse, die dem Körper wichtiges Eiweiß liefern. Aber die Suche nach weiteren Geschmacksrichtungen geht weiter. Viele vermuten heute zum Beispiel, dass es auch für den Geschmack Fettig besondere Sensoren gibt. Scharf ist hingegen keine Geschmacksrichtung. Scharfe Lebensmittel lösen im Mund nur Schmerz und Hitzeempfinden aus."


Quelle: https://www.kindersache.de/bereiche/wissen/natur-und-mensch/wie-funktioniert-der-geschmackssinn abgerufen am 26.04.2020


Viel Spaß wünscht dir

deine Frau Stricker

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