Woche 3 startet - ein Resümee

Aktualisiert: 5. Apr 2020

Die Wochenpläne für die dritte Woche sind an meine SchülerInnen verschickt. Ab morgen stehe ich im virtuellen Klassenzimmer zu Verfügung. Doch wen werde ich erreichen? Es ist eine unter anderem eine Frage der technischen Voraussetzungen, die ich nicht einschätzen kann. Ich habe versucht auf vielfältige Weise Material und Ideen für meine Klasse zur Verfügung zu stellen. Ersetzt dies den Unterricht? Auf keinen Fall kann all das Unterricht ersetzen. Jedoch gelingt es bereits vielen meiner SchülerInnen ihre Aufgaben zu Hause zu erledigen. Dies hat viele Gründe, die unter anderem im Miteinander des realen Unterrichts zu suchen, durch die Elternhäuser vermittelt oder auch intrinsisch vorhanden sind. Ich habe durch die Eltern Ergebnisse der SchülerInnen erhalten, so dass ich diese korrigieren und zurückgeben konnte. Ich gelange zur Erkenntnis, dass die Aufgaben im großen und ganzen sehr gut bewältigt wurden. Kann und darf es jetzt Pflicht sein, von den Eltern Unterricht zu verlangen? Dies ist eine Frage, die ich ganz klar mit "nein" beantworten möchte. Wir alle wurden ins kalte Wasser geschubst, jetzt sollen wir schwimmen. Das kann zunächst nur Probleme mit sich bringen. Es kann gelingen, wenn wir uns auf den Weg des Neuen begeben. Das bedeutet alte, gewohnte Strukturen zu verlassen und zu verändern. Das ist anstrengend und stößt mitunter auf massiven Widerstand. Ich denke aber, dass es sich lohnt und Potential vorhanden ist für ungeahnte Möglichkeiten. Ich habe mich auf den Weg gemacht und freue mich über jeden, der mit mir kommt und sich ausprobiert, auch wenn es sicherlich noch viele Irrwege geben wird. Ohne es zu versuchen, werden wir nicht weiterkommen und nichts verändern. Auf meiner Startseite findet sich ein brilliantes Video zur Reaktion des menschlichen Gehirns auf Veränderung. Lassen Sie es auf sich wirken. Was ich von Veränderung halte? "I think you know my answer."






Ein Resümee des Grundschulverbandes:


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VIRUS: Schulen eine Woche geschlossen - weitgehend positive Zwischenbilanz


Eine Woche nach dem Beginn flächendeckender Schulschließungen in Deutschland zieht der Grundschulverband (GSV) eine positive Zwischenbilanz. Die erste Woche sei überwiegend ruhig abgelaufen, Maßnahmen zum Abmildern der Folgen des Unterrichtsausfalls an den Grundschulen seien ohne größere Schwierigkeiten in die Wege geleitet worden, sagte die GSV-Vorsitzende Maresi Lassek der Deutschen Presse-Agentur. "Die Schulen haben offensichtlich dafür sorgen können, dass diese besondere Situation in ruhigen und geordneten Bahnen verläuft." Es gebe ein großes Engagement von Lehrkräften und Schulleitungen und Unterstützung von den Eltern.

Der Verband hatte in seinen Landesgruppen nach ersten Erfahrungen gefragt. Demnach schaffen es die Grundschulen, den Unterricht durch verschiedene Maßnahmen im Rahmen des Möglichen aufrechtzuerhalten. In vielen Fällen seien Kindern noch vor der Schließung der Schulen Materialien mitgegeben worden. Aufgaben würden zudem über Schulwebseiten oder auch per Email übermittelt. Dort wo digitale Kontakte mit Eltern schwierig seien, würden Arbeitspläne und Aufgaben auch als "analoge Lernpakete" zum Abholen in der Schule bereitgestellt oder auch von Lehrkräften ausgefahren. Nach GSV-Angaben treten in dieser Situation aber auch Probleme und "extreme Unterschiede zwischen Schulstandorten" zu Tage. Nicht alle Familien hätten Tablets oder Drucker und damit Nachteile. Befürchtet werde auch, dass Unterschiede zwischen Kindern noch größer werden könnten. So meldeten sich zum Beispiel manche Eltern nicht zurück, auch wenn die Lehrerin Kontaktdaten übermittele und um Rücksprache bitte. Manche Lehrkräfte hätten außerdem die Sorge geäußert, dass mitgegebene Arbeitshefte, wenn sie erst einmal zu Hause sind, nicht wieder in die Schule gebracht würden. Die angebotene Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, wurde nach Angaben des Grundschulverbands in der ersten Woche in überschaubarem Maß in Anspruch genommen. "Die Eltern zeigen eine hohe Bereitschaft, die Betreuung zu Hause zu leisten", sagte Lassek.

Quelle: Handelsblatt.com


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