zur Reformpädagogik . . . 

in Arbeit . . . 

Merkmale reformpädagogischer Arbeit:

  • Das Individuum und seine Persönlichkeit steht im Vordergrund.

  • Lehrkräfte sind Lern und Entwicklungsbegleiter, nicht Autoritätspersonen.

  • Unterricht, Bildung und Erziehung zielt darauf, die Selbstständigkeit des Schülers bzw. des Kindes zu fördern und Selbstbildungsprozesse anzuregen.

  • Erziehungs- und Unterrichtsstil sind auf Demokratie, Partizipation und Wertschätzung ausgelegt.

  • Noten- und Leistungsdruck werden abgelehnt, eine Leistungskultur jedoch gemeinsam gelebt

  • entdeckendes Lernen durch eigenständiges Handeln

  • Methodik und Didaktik zielen darauf ab, effektives, spielerisch-entdeckendes, individuelles und intrinsisch motiviertes Lernen zu fördern.

  • Lernen vom Kind und dessen Fähigkeiten aus.

  • Altersübergreifendes gemeinsames Lernen ohne Ausgrenzung oder Bildungsbrüche.

Berühmte Vertreter:

(Die Liste erhebt keinen Anspruch der Vollständigkeit, mehr als 100 Vertreter sind zu nennen, wenn man alle relevanten Persönlichkeiten aufzählen möchte)

  • Johann Amos Comenius 1592 - 1670

    • begründet das lebenslange Lernen​

    • „Wenn Du also einen Menschen etwas lehrst, so sorge dafür, dass er einsieht, eine Sache sei nicht nur wahr, sondern auch gut (das heißt: ehrenwert, nützlich und angenehm) und bald wirst Du sehen, dass sich sein Willen ihr zuwendet.“ (Comenius zitiert nach Schaller 1959 S.119)

    • Comenius vertritt demnach die Ansicht, dass das Lernen geprägt von seinem Wahrheitsgehalt und seiner Nützlichkeit ist. Erst in dieser Kombination wird die Motivation zum Lernen geweckt und fruchtbar.-

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  • Jean-Jacques Rousseau 1712 - 1778

    • "Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will."

    • "Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten."

    • "Rousseau wandte sich auch gegen ein Verständnis von Bildung als Bücherwissen. Das Auswendiglernen von Wörtern und Texten, Hauptaufgabe der Bildungsinstitutionen seiner Zeit, lehnte er strikt ab. Bücher bezeichnete er als Geisel der Kinder. Man stopfe die Köpfe der Kinder voll mit unbrauchbarem Zeug, das sie nicht verstehen und wozu sie keinen Bezug haben. Nicht Bildung aus Büchern, sondern Entfaltung und Schulung der Sinne, Sammlung von Erfahrungen durch Selbsttätigkeit sei gefordert."

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  • Johann Heinrich Pestalozzi 1746 - 1827

  • Wesentliche Elemente seiner Pädagogik:

    • Die Schaffung einer neuen Schule
    • Bildung des Menschen

    • Die Armenerziehung

    • Die Elementarbildung

    • Die Bildung von Kopf, Herz und Hand (Thesing 2014, S.29)

  • John Dewey 1859 - 1952 „My Pedagogic Creed“ (1897)

    • 5 Artikel: ​

      • ​(1) Was Erziehung ist.

      • (2.) Was Schule ist.

      • (3.) Der Inhalt der Erziehung.

      • (4.) Das Wesen der Methode.

      • (5.) Die Schule und gesellschaftlicher Fortschritt.

      • ​-> weiterführende Literatur und Quelle: Klick hier

  • Maria Montessori 1870 - 1952

    • "Hilf mir, es selbst zu tun."

  • Janusz Korczak 1878 - 1942

  • Peter Petersen 1894 - 1952

Literatur: 

Baldes, C. (2003). Deutsche Reformpädagogik. Die pädagogische Bewegung am Beispiel dreier Schulkonzepte. Norderstedt: Verlag Grin. (Stangl, 2020).

Zocher, S. (2009). Die Reformpädagogik am Beispiel der Laborschule Bielefeld. Norderstedt: Verlag Grin. (Stangl, 2020).

Thesing, Theodor (2014). Leitideen und Konzepte bedeutender Pädagogen: Ein Arbeitsbuch für den Pädagogikunterricht.